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Bauernverband Gast beim LHI

Imkerverband und Bauernverband im Schulterschluss

Fruchtbarer Informationsaustausch

Zur Erhaltung der Naturlandschaft mit beiderseitigem Nutzen bedarf es einer verstärkten konstruktiven Zusammenarbeit von Landwirten und Imkern. Nur reger Meinungsaustausch in guter Partnerschaft kann zur Verwirklichung von blühender Landschaft führen.

Am 28. Mai 2014 fand ein seit längerem geplanter Informationsaustausch zwischen dem Landesverband der Hessischen Imker (LHI) und dem Hessischen Bauernverband (HBV) in der LHI-Geschäftsstelle in Kirchhain statt. Von Seiten des LHI haben deren Vorsitzender Manfred Ritz und der Agrar-Ingenieur im Ruhestand und Schriftführer des Landesverbandes, Dieter Skoetsch, und seitens des HBV Präsident Friedhelm Schneider und Generalsekretär Peter Voss-Fels daran teilgenommen. Dabei konnten viele Gemeinsamkeiten herausgestellt werden.

Die vielfach geäußerte Kritik an der Landwirtschaft, sie sei maßgeblich für das Bienensterben verantwortlich, wiesen Imker und Bauernvertreter als unbegründet zurück. Man war sich darin einig, dass die Landwirtschaft oft aus Unwissenheit an den Pranger gestellt werde. Aus den aktuellen Ergebnissen des Deutschen Bienenmonitorings gehe eindeutig hervor, dass nicht Pflanzenschutzmittel Hauptursache des beklagenswerten Bienensterbens seien, sondern die Varroamilbe. Ein viel größeres Problem für die Bienen sei das mangelnde Nahrungsangebot nach der Rapsblüte. Blühstreifen am Rand von Äckern seien ein geeignetes Mittel, um diese Lücke zu schließen. Auch Kommunen könnten hierzu ihren Beitrag leisten, indem sie öffentliche Grünflächen vermehrt mit Blumen-Kräuter-Mischungen einsäen.

Der Landesverband Hessischer Imker wurde 1963 in Grünberg gegründet. Ihm gehören 38 Kreisvereine und 163 Ortsvereine an. Im Jubiläumsjahr 2013 zählte der Verband rund 8.400 Mitglieder (darunter ca. 7.300 aktive Imker) mit knapp 50.000 Bienenvölkern. Die Mitgliederentwicklung ist positiv. 2012 schlossen sich 649 neue Imker dem Verband an, 2013 waren es sogar 807. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Hobbyimker mit nur wenigen Bienenvölkern. „Das Hauptproblem ist die stagnierende Zahl der Bienenvölker, die sich derzeit bei knapp 50.000 eingependelt hat“, so Manfred Ritz. Der LHI lege großen Wert auf die Weiterbildung seiner Mitglieder. An einem Wochenende im Oktober werden jährlich eine zweitägige Schulungsveranstaltung für die OV-Vorsitzenden angeboten. HBV-Präsident Schneider dankte dem LHI-Vorsitzenden Ritz und Schriftführer Skoetsch für die umfassenden Informationen über den Landesverband Hessischer Imker sowie die Bienenhaltung und Honigproduktion. Schneider betonte abschließend: „Wir brauchen uns gegenseitig.“ Für den Herbst wurde ein Gegenbesuch in Friedrichsdorf vereinbart.

Bernd Weber, Hessischer Bauernverband e.V.

Norbert Löw, Landesverband Hessische Imker e.V.

45. Hess. Imkertag

Bienen in der Kulturlandschaft

45. Hessischer Imkertag 2014

Der Landesverband der Hessischen Imker e.V. veranstaltete am 16.03.2014 in der Trinkkurhalle, Ernst-Ludwig-Ring 1, 61231 Bad Nauheim den 45. Hessischen Imkertag. Die Ausrichtung erfolgte durch den Imkerverein Friedberg und Umgebung e.V., der sein 175jähriges Bestehen beging. Auch zu seinem 150. Vereinsjubiläum 1989 hatte der Verein den Hessischen Imkertag in Friedberg ausgerichtet.

Vertreterversammlung

Zur Vertreterversammlung am Vortag des Imkertags begrüßte der 1. Vorsitzende des Landesverbandes Manfred Ritz das Präsidiumsmitglied des Deutschen Imkerbundes, Herrn Cord-Henry Lankenau (LV Hannover). Nach dessen Grußworte an die Teilnehmer wurde die Tagungsordnung zügig abgearbeitet.

Dem Jahresabschluss 2013 und Haushaltsvorschlag 2014 wurden nach Erläuterungen des Kassenführers Ernst Ruppel und dem Bericht des Kassenprüfers Rudolf Zander einstimmig zugestimmt und dem Vorstand Entlastung erteilt.

Herr Arno Martinsen, als Vertreter der Imker-Global-Versicherung Gaede &Glauerdt stellte unter dem Gesichtspunkt, dass die moderne Imkerei kein Bienenhaus mehr braucht, die ab 01.01.2015 beabsichtigten Änderungen der Versicherungsbedingungen vor. Diesen wurden grundsätzlich zugestimmt. Einzelheiten zur Zusatzversicherung werden noch durch den Vorstand bei der Versicherung hinterfragt und den Vereinen mitgeteilt.

Die Vertreterversammlung hatte über 4 Anträge der Vereine zu befinden.

Der Weiterleitung eines Antrags an den DIB, dass dieser Bestrebungen aufnimmt, als Naturschutzorganisation im Sinne der §§ 63ff Bundesnaturschutzgesetz anerkannt zu werden, konnte, als nach dem Gemeinnützigkeitsrecht nicht durchsetzbar, keine Zustimmung zur Weiterleitung erteilt werden. Die im Internet aufgenommenen Daten des Landesverbands (Geschäftsstelle, Vorstand usw.) sollen nach 2 gleichlautenden Anträgen wieder in Papierform zur Verfügung gestellt werden. Zu dem Wunsch, bei Schulungstagen der Vereinsvorsitzenden die von Dozenten gehaltenen Vorträge als Handout an die Anwesenden zu verteilen, will der 2. Vorsitzende Lothar Wehner Gespräche aufnehmen.

Nach 4jähriger Amtsperiode war der Vorstand neu zu wählen.

Die Wahlleitung wurde vom DIB-Präsidiumsmitglied Cord-Henry Lankenau wahrgenommen. Als großer Vertrauensbeweis der Delegierten muss die einstimmige Wiederwahl von Manfred Ritz zum 1. Vorsitzenden gesehen werden. Mit großer Zustimmung wurde auch der übrige geschäftsführende Vorstand in den Ämtern bestätigt, und zwar als 2. Vorsitzender Lothar Wehner, Kassenführer Ernst Ruppel und Schriftführer Dieter Skoetsch.

Aus gesundheitlichen Gründen hatten der Obmann für Bienengesundheit Dr. Rüdiger Fluck und der Obmann für Biene und Umwelt Günter Greff auf eine Wiederwahl verzichtet. Der Vorsitzende Manfred Ritz dankte beiden für vorbildliche Leistungen im Landesverband und in den Vereinen und ehrte Herrn Dr. Fluck mit der Medaille des LHI in Bronze und Herrn Greff mit der Holzplakette des DIB mit Urkunde und Anstecknadel.

Der weitere Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Obmann für Biene und Umwelt: Martin Weyrauch, Obmann für Bienengesundheit: Dr. Giuseppe Bosco, Obmann für Honig und Marktfragen: Tobias Stever, Stellv. Obmann für Honig und Marktfragen: Hans Plößer, Obmann für Rechtswesen: Volker Steinbacher, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit: Norbert Löw, Obmann für Schulungswesen: Kurt Schüler, Obmann für Zuchtwesen: Wolfgang Scheele, Stellv. Obmann für Schulungswesen: Hans-Georg Biedenbach, Obmann für Bienen und Pflanzenschutz: Dieter Skoetsch, Obfrau für Wanderung: Hannelore Koch, Obfrau für Neuimkergewinnung: Hannelore Rexroth. Beim Ehrengericht wurde für den aus eigenem Wunsch ausscheidenden Hans-Christian Mika, Jürgen Panthöfer gewählt. Manfred Bender und Richard Trutti wurden durch Wiederwahl in ihren Ämtern bestätigt.

Die Kassenprüfung wird auch im kommenden Jahr von Rudolf Zander wahrgenommen. Für den künftig als Obmann tätigen Martin Weyrauch wurde Victor Hernandes´ als Kassenprüfer neu gewählt.

Am Nachmittag hatte Bürgermeister Armin Häuser in der Trinkkurhalle zum Empfang geladen. Er stellte seine Stadt als Top-Standort für medizinische Forschung und Wissenschaft, medizinische Therapie und nachhaltige Gesundheitspflege vor. Zur Gesunderhaltung gelte es aber vorrangig die Natur vor Schäden zu bewahren, wobei die Pflege der Bienenzucht aktiven Natur- und Umweltschutz bedeute. Dem konnte der Vorsitzende Manfred Ritz nur ergänzend beipflichten, dass die Bestäubungsleistung der Biene ein vielfaches der Honigerträge übersteige.

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